2010 | Hagen Oechel und Guido Lambrecht


Guido Lambrecht und Hagen Oechel erhalten den Leipziger Theaterpreis 2010 des Freundeskreises des Schauspiel Leipzig e.V. Mit der Preisvergabe würdigt der Freundeskreis zwei Schauspieler, die mittels ihrer künstlerischen Gegenwärtigkeit und Individualität zu den prägenden Persönlichkeiten eines homogenen und spannenden Ensembles gehören.
Lambrecht wie Oechel weisen sich durch ihre eigenen Arten (und Eigenarten!) der Darstellung als Teamplayer aus, die sich vollends in den Dienst der Inszenierung stellen. Als solche tragen sie maßgeblich zur überregionalen Aufmerksamkeit bei, die sich das Centraltheater binnen zweieinhalb Spielzeiten erarbeitet und erspielt hat. Mehr noch sind sie zwei Garanten dafür, dass viele Leipziger aller Altersklassen ihr Interesse an zeitgenössischem Theater und am Centraltheater als „kulturellem Leuchtturm“ ihrer Stadt (neu-)entdeckt haben.
Die Preisverleihung (Photos und einen kurzen Bericht finden Sie hier) fand am 27. Februar 2011 auf der großen Bühne statt, die Laudatio hielt Sebastian Hartmann.
2009 | Anita Vulesica

Anita Vulesica, geboren 1974 in München, aufgewachsen in Kroatien und Berlin. Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. 2001-2004 erstes Engagement am Theaterhaus Jena. Ab 2004 freischaffend tätig am Nationaltheater Weimar, an der Schaubühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Staatstheater Stuttgart und anderen. Arbeiten für Film und Fernsehen u.a. Tatort München, Polizeiruf Schwerin, diverse Spielfilme und Serien. (Quelle: Centraltheater Leipzig)
Als Protagonistin wesentlicher Aufführungen der ersten Spielzeit unter Sebastian Hartmann fiel Anita Vulesica der Jury durch ihre große Bühnenpräsenz, ihre Wandlungsfähigkeit und die Stimmigkeit ihrer Rollengestaltungen auf. Ihr vitales und genussvolles Spiel überträgt sich auf die Zuschauer, es ist eine Freude, sie singen zu hören (und zu sehen!). Mit diesen großen Möglichkeiten kann sie so unterschiedliche Rollen verkörpern wie die Mary Cavan Tyrone in "Eines langen Tages Reise in die Nacht" oder den Stelzfuß in "The Black Rider".
Die Preisverleihung (Photos finden Sie hier) fand am 18. Oktober 2009 auf der großen Bühne statt, die Laudatio hielt Rainald Grebe.
2008 | Thomas Hertel
Den Theaterpreis 2008 erhält Herr Thomas Hertel, Initiator der Reihe "mund & knie" am Schauspiel Leipzig. Mittlerweile hat "mund & knie" eine neue Heimat an der Schaubühne Lindenfels gefunden.
"mund & knie" ist irgendwie aus Leipzig nicht mehr wegzudenken. Nach der Erfolgsgeschichte der Reihe am Schauspiel Leipzig konnte nach dem dortigen Intendantenwechsel nicht einfach Schluss sein. Nun soll aus dem losen Zusammenschluss verschiedener Künstler ein eigenes "Orchester-Theater" entstehen: das mund-&-knie-orchester. Thomas Hertel ist Initiator und künstlerischer Leiter des Ensembles, dessen Fundament in der Symbiose von Musik, Theater, Lautpoesie und Cartoon-Animation besteht. (Quelle: www.schaubuehne.com)
2007 | Wolfgang Engel
Am 15. Februar 2008 erhielt Wolfgang Engel, damaliger Intendant des Schauspiels Leipzig, nach der Aufführung von "Der Kaufmann von Venedig" den Leipziger Theaterpreis. Die Laudatio hielten Freundeskreis Vorstand Peter Welzel und Günter Heeg.
Prof. Engel hat das Schauspiel Leipzig in komplizierten Zeiten 13 Jahre lang auf Kurs gehalten und auftretende Schwierigkeiten mit großem Geschick gemeistert. Ihm sind in dieser Zeit als Regisseur viele im Gedächtnis bleibende, hervorragende Inszenierungen zu verdanken. Prof. Engel ist es gelungen, ein Ensembletheater von ganz außergewöhnlichem Niveau aufzubauen und über die Jahre hin zu erhalten. Er hat dafür konstant und konsequent junge Regisseurinnen und Regisseure und junge Schauspielerinnen und Schauspieler gefördert.
2006 | Anja Schneider

Aus der Laudatio:
„Ich kann Figuren ganz schlecht einfach behaupten, vielmehr muß ich den Punkt finden, an dem ich mir selbst glaube“, sagt Anja Schneider selbst zu dem, was sie auf der Bühne tut.
Der Hingabe der Schauspielerin Schneider kann sich der Zuschauer nicht entziehen. Sie wird zu einer Herausforderung und Forderung an ihn, die ihn direkt trifft. Indem sie durch die Rollen hindurch sich zeigt und aussetzt, konfrontiert sie uns mit unserer eigenen Nacktheit, Blöße und Endlichkeit. Und sie konfrontiert uns mit dem radikal Anderen, dem Unbekannten, das wir nie ganz kennen und nie beherrschen werden und in dem Zukunft liegt.
2005 | Armin Petras

Aus der Laudatio:
Der Regisseur Armin Petras, wer wüßte es nicht, ist an vielen Orten dieses Landes zu Hau-se. Warum erhält er heute den Leipziger Theaterpreis? Die Antwort darauf fällt nicht schwer: Armin Petras und sein Double, der Stückeschreiber Fritz Kater, haben mit ihrer Theaterarbeit die Stadt Leipzig und ihr Schauspielhaus in einzigartiger und exemplarischer Weise bereichert und beschenkt. Dafür danken wir Armin Petras von ganzem Herzen.




