Freunde des Schauspiel Leipzig

© Sylva Kleemann / reihesiebenmitte.de

… kommen mit den Künstlern ins Gespräch, schauen hinter die Kulissen, treffen Gleichgesinnte UND tun etwas für ihr Theater. Gründe genug? Wir freuen uns auf Sie!



Unsere Vorstandssitzungen sind offen für alle Mitglieder. Im Moment sind wir in der Sommerpause. Mit Start der neuen Spielzeit finden Sie die aktuellen Sitzungstermine an dieser Stelle.

Das war die Spielzeit 2025/26

Liebe Freundinnen und Freunde des Schauspiel Leipzig,

in diesen Tagen beginnt die Spielzeitpause und ich möchte Ihnen einen kleinen Rückblick der letzten Monate geben.

Im April haben sich alle Vorstände der Eigenbetriebe der Stadt Leipzig mit der Kulturbürgermeisterin Frau Dr. Skadi Jennicke getroffen. Es war ein sehr produktives Gespräch. Frau Dr. Jennicke erklärte sehr eindrücklich, die schwierige finanzielle Situation der Stadt Leipzig aufgrund von sinkenden Steuereinnahmen. Allen Beteiligten haben ausführlich über die Auswirkungen der finanziellen Lage auf die einzelnen Häuser gesprochen und versucht, positive Antworten zu finden.

Der Austausch der „Lindenauer Runde“ wird in der nächsten Spielzeit fortgesetzt. Dann ist ein Gespräch mit den Vertretern der Parteien des Leipziger Stadtrates geplant.

In Sachen finanzielle Ausstattung der Häuser stehen wir auch im regelmäßigen Austausch mit der Theaterleitung.

In den vergangen drei Monaten sind noch einige spannenden Premieren über die Bühne gegangen. Die Neuproduktionen „Deutsche Märchen“, „Wüste“ oder „Jungfrau von Orleans“ boten spannende und zum denken anregende Theaterabende mit einem großartig aufspielenden Ensemble. Wir haben unsere Aktion Präsente für die SchauspielerInnen bei allen Premieren, mit großem Erfolg, fortgesetzt und werden auch in der nächsten Spielzeit diese Aktion weiterführen.

Der Stadtrat hat im Mai Clara Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander zur neuen Theaterleitung des Schauspiel Leipzig ab der Spielzeit 2027/2028 gewählt. Wir haben dem neuen Leitungsteam unsere Glückwünsche übermittelt. Sie freuen sich, uns kennenzulernen und wir werden den Austausch in der kommenden Spielzeit intensivieren.

Ende Juni haben wir uns mit dem Studio des Schauspiel Leipzig getroffen. Leider musste aus organisatorischen Gründen das geplante Monologvorspiel entfallen. Unsere Gespräch fand trotz sehr hoher Temperaturen im Hof des Schauspielhauses statt und war ein sehr schöner Austausch über Studio,  Vereinsarbeit und Theaterleben.

Wir werden im Herbst 2026 die Broschüre des Studio anlässlich ihres  Intendantenvorspieles unterstützen und die Druckkosten finanziell übernehmen.

Im nächsten Jahr wird er Freundeskreis Schauspiel Leipzig 25 Jahre. Wir planen im April 2027 die Verleihung unseres Theaterpreises. Neben der Jury wird bei der Suche nach einer Preisträgerin oder eines Preisträger auch das Publikum des Schauspiel Leipzig mit einbezogen. Natürlich können Sie als Mitgliedern auch mitabstimmen, wer den Preis erhalten wird. Genaueres werden wir Ihnen im November 2026 mitteilen.

Auch planen wir eine gemeinsame Feier für Verein und Theater. Genaueres werden wir Ihnen im letzten Quartal des Jahres mitteilen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Vorstandes und allen Unterstützern herzlichst für die gemeinsame Arbeit bedanken.

Ein Dank auch an Enrico Lübbe, Dr. Stephanie Garling und das gesamte Team des Schauspiel Leipzig für die Hilfe bei der Organisation und Durchführung unserer Projekte.

Wir wünsche Ihnen ein schönen und erholsamen Sommer und freuen uns, Sie in der neuen Spielzeit wieder im Theater zu treffen.

Alexander Sense

Mehr als Bühnen – Leipzigs kulturelles Fundament

© Sylva Kleemann / reihesiebenmitte.de

Anfang Februar haben sich die Fördervereine der Leipziger Kultureigenbetriebe zur „Lindenauer Runde“ getroffen. Aus diesem Treffen ist ein gemeinsames Statement formuliert worden. Dieses wird auch an die Fraktionen des Leipziger Stadtrates gesendet.

Warum Kultur keine Option, sondern Grundlage urbanen Lebens ist.
Ein gemeinsames Signal der Fördervereine der Leipziger Kultureigenbetriebe

Leipzig, im Februar 2026

Die jüngste Berichterstattung zur wirtschaftlichen Situation der Oper Leipzig hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Fragen und Sorgen ausgelöst. Als Vorsitzende und Vertreterinnen und Vertreter der Fördervereine der Leipziger Kultureigenbetriebe haben wir uns intensiv ausgetauscht. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, zur Einordnung beizutragen und einige Hintergründe zur aktuellen Lage zu erläutern.

Wir sprechen dabei nicht für die Institutionen selbst, sondern aus der Perspektive zivilgesellschaftlich engagierter Fördervereine. Durch den engen Austausch mit den Einrichtungen und Einblicke in die aktuellen Entwicklungen konnten wir uns jedoch ein differenziertes Bild der Situation machen.

Ein strukturelles Thema aller Kultureigenbetriebe

Unstrittig ist: Die finanzielle Lage der städtischen Kultureinrichtungen ist angespannt. Die angespannte Finanzlage ist nach unserem Verständnis kein isoliertes Problem einzelner Häuser. Sie ist Ausdruck einer strukturellen Herausforderung, die die Leipziger Kultureigenbetriebe insgesamt betrifft.

Ursachen der Entwicklung

In den vergangenen Jahren sind insbesondere Sach- und Personalkosten deutlich gestiegen – etwa für Energie, Dienstleistungen, Material sowie durch tarifliche Entwicklungen. Öffentliche Zuschüsse steigen teilweise nominell, gleichen jedoch vielfach nur diese allgemeinen Kostensteigerungen aus. Real entsteht dadurch kein zusätzlicher finanzieller Spielraum.

Nach unserer Kenntnis setzen die Häuser bereits spürbare Sparmaßnahmen um: Produktionen werden reduziert, Budgets gestrafft, Stellen nicht nachbesetzt und Investitionen verschoben. Die aktuellen Finanzierungslücken entstehen also nicht aus Untätigkeit, sondern trotz bereits eingeleiteter Kürzungen. Die strukturellen Kostenentwicklungen übersteigen die bestehenden Finanzierungsmodelle.

Hinzu kommt, dass bei Leitungswechseln zusätzliche, nicht planbare Kosten entstehen können, die von den Häusern selbst getragen werden müssen und für die keine gesonderten Ausgleichsmechanismen vorgesehen sind. Vakanzphasen können darüber hinaus zu eingeschränkter Planungssicherheit und künstlerischer Perspektive führen, was sich mittelbar ebenfalls finanziell auswirken kann.

Fakten statt „Pleite“-Szenarien

In der öffentlichen Darstellung entsteht mitunter der Eindruck eines wirtschaftlichen Versagens einzelner Einrichtungen. Tatsächlich geht es nach unserem Verständnis um wachsende Finanzierungslücken und künftige Liquiditätsrisiken, wenn Zuschüsse nicht ausreichend an die allgemeine Kostenentwicklung angepasst werden. Das ist eine ernstzunehmende Situation – aber eine, die politisch gestaltbar ist.

Ebenso wichtig ist uns die Klarstellung: Diese Entwicklung ist nicht auf die künstlerische Qualität der Arbeit zurückzuführen. Über Programme, Inszenierungen oder künstlerische Ausrichtungen kann und darf es unterschiedliche Geschmäcker und Meinungen geben – das ist Teil einer lebendigen Kulturlandschaft. Die finanziellen Herausforderungen entstehen jedoch aus übergeordneten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und strukturellen Finanzierungsfragen, nicht aus ästhetischen Entscheidungen. 

Warum Kultur für unsere Stadt unverzichtbar ist

Kulturelle Einrichtungen sind weit mehr als Veranstaltungsorte. Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und gemeinsamer Erfahrung. Kultur fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt, schafft Verständigung über unterschiedliche Perspektiven und regt dazu an, die eigene Sicht auf die Welt zu hinterfragen. Sie eröffnet neue Denk- und Erfahrungsräume, stärkt Empathie und Dialogfähigkeit und gibt kreative Impulse für die Gestaltung unseres Zusammenlebens und unserer Zukunft.

Theater, Musik und Tanz sind damit keine kurzfristig austauschbaren Angebote, sondern gewachsene kulturelle Infrastruktur und ein wesentlicher Bestandteil der Identität und Lebensqualität unserer Stadt.

Engagement ergänzt – ersetzt aber nicht

Als Fördervereine leisten wir gemeinsam mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern einen Beitrag durch gesellschaftliches Engagement und private Mittel. Diese Unterstützung ist wichtig und sichtbar – sie kann jedoch eine verlässliche öffentliche Kulturfinanzierung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Gemeinsame Verantwortung für die kulturelle Vielfalt

Neben den Kultureigenbetrieben tragen auch viele freie Kulturakteurinnen und -akteure entscheidend zum kulturellen Leben Leipzigs bei. Die aktuellen finanziellen Herausforderungen betreffen daher nicht nur einzelne Einrichtungen, sondern das kulturelle Ökosystem der Stadt insgesamt. Als Fördervereine der Kultureigenbetriebe sehen wir uns auch in solidarischer Verantwortung für diese Vielfalt, die Leipzigs kulturelle Strahlkraft ausmacht.

Unser gemeinsamer Schulterschluss

Wir, die unterzeichnenden Fördervereine der Leipziger Kultureigenbetriebe, haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam für den Erhalt der kulturellen Strukturen in Leipzig einzutreten. Unser Ziel ist es, die Bedeutung dieser Einrichtungen sachlich zu vermitteln und den Dialog über tragfähige kulturpolitische Lösungen konstruktiv zu unterstützen.

Unterzeichnet von den Fördervereinen:

Freunde und Förderer des Leipziger Balletts e.V.
Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses e.V.
Freunde und Förderer der Musikalischen Komödie e.V.
Förderkreis der Oper Leipzig e.V.
Freundeskreis Schauspiel Leipzig e.V.
Fördergesellschaft Theater der Jungen Welt Leipzig e.V.

Es sind noch Plätze frei …

Aktion Spendierter Platz © Rolf Arnold

Liebe Freundinnen und Freunde des Schauspiel Leipzig,

auch in diesem Jahr findet im Dezember wieder unsere Aktion „Spendierter Platz“ statt.

Für den Spendierten Platz wurden 127 Karten vergeben. Die Kosten betragen: 982,- €.
Die Karten gehen an folgende Einrichtungen: Wohngruppen VkkJ 26, Wohngruppe  Langendorf/Kinderbauernhof 21, Kinder- und Jugenddorf Markkleeberg 47 und die Volkssolidarität Nordsachsen 18+15.

Die Patenklasse des Schauspiel Leipzig, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c der Christoph-Arnold-Schule in Engelsdorf, erhielten von uns 26 Karten für die Premiere „Andersens Märchen“ am 03.11.2024 im Schauspielhaus. Die Kosten hierfür 250,-€.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Aktion unterstützen würden und bitten um Spenden auf unser Vereinskonto.

Sparkasse Leipzig
IBAN: DE94 8605 5592 1100 4894 16
BIC-SWIFT: WELADE8LXXX

Spenden in jeder Höhe sind willkommen. Natürlich stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Mehr Infos zur Aktion